2018 / 2019

Vorlesungen

Der Vorlesungszyklus umfasst 20 Vorlesungen.
Das neue Vorlesungsprogramm wird im September 2019 veröffentlicht.

Montag 21. Oktober 2019, 14.30 Uhr:
Die Schweiz – ein Land von Hoteliers und Touristen. 
Oder wie die Matterhorn-Tragödie von 1865 Zermatt, 
die Schweiz und den Alpinismus geprägt hat.

Montag 21. Oktober 2019, 14.30 Uhr

Die Schweiz – ein Land von Hoteliers und Touristen. 
Oder wie die Matterhorn-Tragödie von 1865 Zermatt, 
die Schweiz und den Alpinismus geprägt hat.

Prof. Dr. Joseph Jung, Jung Atelier für Wirtschaft, Kultur, und Geschichte, Walchwil

Aus dem Entwicklungsland Schweiz zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde eine Industrienation. Zuvor vom internationalen Fremdenverkehr gemieden, entwickelte sich die Schweiz ebenso zur Tourismushochburg. Es waren hauptsächlich Briten, die nach dem Sommertourismus auch den Wintertourismus ins Land brachten. Im Zentrum der Vorlesung steht die Eroberung der Schweizer Viertausender. Selbst heute noch gehen die Schweizer Bergführer vielfach vergessen. Eine besondere Tragik ist mit der Erstbesteigung des Matterhorns vom 13./14. Juli 1865 verbunden. Neue Erkenntnisse rücken Edward Whymper in ein anderes Licht. War er tatsächlich als erster auf dem Matterhorn? Hat er beim Abstieg das Seil durchschnitten, dadurch sein Leben gerettet und vier Begleiter in den Tod gestürzt?

Montag 28. Oktober 2019, 14.30 Uhr:
100 Jahre Bauhaus – eine Hochschule für Gestaltung mit 
internationaler Ausstrahlung und UNESCO Weltkulturerbe

Montag 28. Oktober 2019, 14.30 Uhr

100 Jahre Bauhaus – eine Hochschule für Gestaltung mit 
internationaler Ausstrahlung und UNESCO Weltkulturerbe

PD Dr. Sabine Brinitzer, Technische Universität Kaiserslautern
, Bauhistorikerin und freischaffende Denkmalpflegerin, Schaffhausen

Die Entstehung des Staatlichen Bauhauses erfolgte in Weimar, indem die bisher dort existierende Grossherzoglich-Sächsische Kunstschule und die Grossherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule, deren Direktor der Jugendstilkünstler Henry van de Velde gewesen war, 1919 zu einer neuen Institution zusammengeführt wurden. Ihr Direktor wurde Walter Gropius, der ihr den Namen «Bauhaus» gab und nicht nur die Pädagogik weiter reformierte, sondern auch allen talentierten Schülerinnen und Schülern den Zugang zu einem neu ausgerichteten künstlerischen Schaffen ermöglichte. Bedeutende Künstler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Paul Klee oder Wassily Kandinsky unterstützten sein Vorhaben. Auch László Moholy-Nagy als Fotograf, Typograf und Bühnenbildner sowie später Hannes Meyer als Architekt kamen hinzu. Das Ziel der Schule bestand darin, – im Sinne eines Gesamtkunstwerkes – die künstlerische und handwerkliche Ausbildung zu vereinen, aber auch neue, sachliche Formen zu entwickeln, die der industriellen Produktion als Modelle dienen sollten, darunter Designobjekte, die noch heute hergestellt werden. Als im Jahr 1925 die neue Regierung in Thüringen das Bauhaus ablehnte, verlegten die Lehrenden den Standort nach Dessau in Sachsen. Dazu entwarf das Baubüro von Walter Gropius einen innovativen Schulhausbau sowie vier Meisterhäuser, die in ihrer Architektur kontinuierlich die damalige zukunftsgerichtete Ausbildung am Bauhaus zu erkennen geben und heute zum UNESCO Weltkulturerbe gehören. Ein letzter Umzug erfolgte 1932 unter der Leitung von Mies van der Rohe nach Berlin, wo das Bauhaus ein Jahr später durch die Nationalsozialisten aufgelöst wurde. Eine grosse Zahl der Lehrenden und Schüler emigrierten in unterschiedliche Länder und trugen weltweit zur Verbreitung der Gedanken, Konzepte und Formen des Bauhauses bei, die an Aktualität noch heute Bestand haben. Mehrere Bauwerke in Schaffhausen aus den 1930er Jahren können als Zeugen aus der Zeit des Bauhauses herangezogen werden.

Montag 4. November 2019, 14.30 Uhr:
Watergate: ein Jahrhundertskandal mit schweren 
Langzeitwirkungen

Montag 4. November 2019, 14.30 Uhr

Watergate: ein Jahrhundertskandal mit schweren 
Langzeitwirkungen

Prof. Dr. Caspar Hirschi, Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte, 
Universität St. Gallen

Watergate war der perfekte Skandal: Der Präsident der Vereinigten Staaten wurde durch heldenhafte Aufklärung der Medien, der Politik und der Justiz des Machtmissbrauchs und der Justizbehinderung überführt. Er musste in Schande das höchste Amt niederlegen und die politische Bühne verlassen. Die mustergültige Auflösung des Skandals hatte jedoch eine problematische Vorbildfunktion für spätere Generationen von Journalisten, Anwälten und Politikern. Sie gerieten rasch in Versuchung, ihre politischen Gegner bei der erstbesten Gelegenheit wie neue Nixons zu behandeln, auch wenn die Konfliktsituation eine ganz andere war. Dadurch wurde die Dauerskandalisierung zum festen Bestandteil der amerikanischen und jüngst auch der europäischen Politik, mit schwerwiegenden Folgen für die Handlungsfähigkeit heutiger Demokratien.

Montag 11. November 2019, 14.30 Uhr:
Bild vom Alter – Altersbilder

Montag 11. November 2019, 14.30 Uhr

Bild vom Alter – Altersbilder

Dr. med. Andreas Reich, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
Schwerpunkt Alterspsychiatrie, Schaffhausen

Das Alter oder alte Menschen werden häufig über Einschränkungen beschrieben. Das Sehen und Hören werde schlecht, man habe Schmerzen, das Alleinsein plage. Es ist von Altersschwäche oder Altersarmut die Rede. Ebenso zeigen Bilder Menschen am Stock, gebückt, im Kranken- oder Pflegebett.

Genaues Hinsehen zeigt, dass Beschreibungen und Bilder dieser Art bestenfalls einen Teil der Wirklichkeit abbilden. Worte und Bilder beeinflussen das Erleben, sie steuern Wahrnehmungen und verändern Einstellungen und Handlungen. Da dies Wirkung auf die Realität zeitigt, lohnt es sich, den Blick zu öffnen und andere Bilder in Augenschein zu nehmen. In Gesellschaft und Politik, bei Gesundheit und Körper, in der Mode und der Kunst lassen sich vielfältige und positive Bilder des Alters und alter Menschen finden

Den Blick zu öffnen auf positive Bilder bedeutet nicht, vorhandene Probleme und Einschränkungen nicht ernst zu nehmen. Vielmehr soll der Vortrag den Raum öffnen für Neues und Verblüffendes, Ästhetisches und Anrührendes, Verstörendes und Vergnügliches.

Montag 18. November 2019, 14.30 Uhr:
Akut verwirrt: Die Bedeutung des Delirs und 
sein Zusammenhang mit Demenz

Montag 18. November 2019, 14.30 Uhr

Akut verwirrt: Die Bedeutung des Delirs und 
sein Zusammenhang mit Demenz

Dr. med. Annette Ciurea, Leitende Ärztin, Universitäre Klinik für Akutgeriatrie, 
Stadtspital Waid und Triemli, Zürich

Ein akuter Verwirrtheitszustand (Fachbegriff: Delir) kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Häufige Auslöser sind akute Erkrankungen oder Operationen. Danebst gibt es aber auch vorbestehende Risikofaktoren für das Auftreten eines Delirs wie hohes Alter, gewisse Medikamente sowie Erkrankungen des Hirns, insbesondere eine vorbestehende Demenz. Oft wird auch erst anlässlich eines Delirs eine zuvor schleichend sich anbahnende Verschlechterung der Hirnfunktion evident.

Mit der Zunahme der Hochaltrigkeit sowie der Komplexität der Medizin hat die Häufigkeit des Delirs stark zugenommen. Dabei wird es von Fachpersonen (Ärzten, Pflegenden) oft erst spät erkannt. Für die Betroffenen und deren Angehörigen ist dieser schwerwiegende Zustand sehr beängstigend und verunsichernd. Das Behandlungsteam sieht sich mit vielen Herausforderungen in der Therapie konfrontiert

Im Referat werden anhand eines Fallbeispiels alle angesprochenen Themen beleuchtet und vertieft. Zudem wird die Delir-Prävention und der Zusammenhang von Delir und Demenz ausgeführt.

Montag 25. November 2019, 14.30 Uhr:
Biodiversität im Fluss

Montag 25. November 2019, 14.30 Uhr

Biodiversität im Fluss

Prof. Dr. Florian Altermatt, Universität Zürich und Eawag

Das Thema Biodiversität ist in aller Munde: es ist ein sehr aktives Forschungsfeld und gleichzeitig steht die Gesellschaft und Politik vor grossen Herausforderungen, um die starken Verluste der Biodiversität zu bremsen und das Funktionieren der natürlichen Ökosysteme zu erhalten. Der Begriff Biodiversität wurde ab den 1980iger Jahren populär, und beschreibt die Vielfalt an Arten, die genetische Vielfalt innerhalb von Arten, und die Vielfalt an Ökosystemen.

Im Rahmen dieses Vortrags werde ich anhand von Fliessgewässern aufzeigen, wie Biodiversität entsteht, wie Biodiversität über Raum und Zeit variiert, und wie Biodiversität erfasst werden kann. Fliessgewässer gehören, auch im Vergleich zu ihrer Fläche, zu den biodiversitätsreichsten Lebensräumen weltweit. Gleichzeitig gehören sie auch zu den Lebensräumen, welche vom Mensch am stärksten beeinträchtigt werden, so dass die Vielfalt an aquatischen Organismen akut bedroht ist, sei dies durch Verschmutzung durch Pestizide, Verbauungen und Kanalisierungen, oder den Klimawandel. Anhand aktueller Forschungsergebnisse zeige ich auf, wie Biodiversitätsmuster in Schweizer Fliessgewässern analysiert werden und wie wir Laborexperimente und mathematische Modelle nutzen, um Biodiversitätsveränderungen besser zu verstehen. Weiter zeige ich, wie Biodiversität und das Zusammenspielen von Arten wichtige Ökosystemfunktionen in Gewässern antreibt, beispielsweise den Abbau von Laubstreu. Schlussendlich erläutere ich, wie anhand moderner Methoden mit Hilfe der sogenannten Umwelt-DNA (eDNA) die Biodiversität in Gewässern zeitnah und rasch erfasst werden kann. Zusammen erlauben diese Forschungsergebnisse den Zustand aber auch den Wandel von Biodiversität in Gewässern besser zu verstehen und vorherzusagen.

Montag 2. Dezember 2019, 14.30 Uhr:
Wirtschaften heisst, füreinander und für die Welt sorgen

Montag 2. Dezember 2019, 14.30 Uhr

Wirtschaften heisst, füreinander und für die Welt sorgen

Dr. theol. Ina Praetorius, freischaffende Autorin, Mitbegründerin des Vereins 
«Wirtschaft ist Care»

In der Wirtschaft geht es laut Lehrbuch um eine einzige Sache: die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse. Der Begriff Ökonomie leitet sich von zwei griechischen Wörten ab: oikos und nomos. Oikos heisst Haus oder Haushalt. Nomos heisst Gesetz oder Lehre. Die Ökonomie ist also die Lehre vom guten Haushalten. Gemeint ist nicht nur der moderne Privathaushalt, sondern der grosszügige, begrenzte und verletzliche Haushalt Welt. In ihm leben zur Zeit ungefähr siebeneinhalb Milliarden Menschen, zusammen mit unzähligen anderen Lebewesen. Auch zukünftige Generationen wollen noch in dieser einen Welt leben, und zwar möglichst gut. Eine Ersatzwelt, auf die sie ausweichen könnten, gibt es nämlich nicht.

Wer den «Wirtschaftsteil» einer Tageszeitung aufschlägt, findet allerdings kaum Nachrichten über Menschen, die für sich, für andere und für die Welt sorgen. Sie findet Zahlen, Kurven, Bilanzen und Berichte über Aktienkurse, Profite, Wachstum, Konkurrenz, Steuern oder Sparübungen. Wie ist es zu diesem dramatischen Bedeutungswandel gekommen? Welche Folgen hat er? Können wir aus einer Wirtschaft, die ums Geld und seine Vermehrung kreist, zurück finden in eine bedürfniszentrierte weltfreundliche Ökonomie? Solche Fragen stellt der Verein «Wirtschaft ist Care». Sie sind auch Thema des Vortrags.

Montag 9. Dezember 2019, 14.30 Uhr:
Tagebuch-Texte von Carl Roesch (1884 –1979): 
Über Kunst und Reisen

Montag 9. Dezember 2019, 14.30 Uhr

Tagebuch-Texte von Carl Roesch (1884 –1979): 
Über Kunst und Reisen

Dr. phil. TILDY HANHART, Kunsthistorikerin, Zürich

Der bekannte Maler Carl Roesch (1884-1979) aus Diessenhofen hat ein reiches Oeuvre an Ölbildern, Aquarellen, Zeichnungen und Grafiken geschaffen und zahlreiche Auftragswerke in Kirchen, Schulhäusern, an Postgebäuden gestaltet – Wandgemälde, Glasfenster, Mosaikwände – in der Ostschweiz, in Zürich, im Aargau und an der Weltausstellung in Paris 1937. In Schaffhausen gestaltete Carl Roesch das Wandgemälde in der Kapelle im Waldfriedhof, die zwei Fassadengemälde am Schwabentor, Mosaike beim Museum Allerheiligen, am Haus zur Krone und eine Mosaikwand an der Pädagogischen Hochschule, die Neuschöpfung der Tobias Stimmer-Fresken am Haus zum Ritter und die Glasfenster im Münster. Er war präsent in der Munotstadt mit Ausstellungen und pflegte zahlreiche Freundschaften.

Carl Roesch machte seine Ausbildung in München und Karlsruhe. Regelmässig weilte 
er in Italien und Paris. Er besuchte Ausstellungen in der Schweiz, in Frankreich, Italien, Deutschland mehrmals, um sie fundiert beurteilen zu können. Nebst Kunsttheorie befasste er sich mit Philosophie und Literatur. Diese intensive Auseinandersetzung und seine 
Arbeitsreflexionen hielt er in 83 Tage- und Arbeitsbüchern fest.

Tildy Hanhart hat aus dem Zeitraum von 1918-1972 fünfundzwanzig Tagebücher transkribiert und daraus Texte ausgewählt für eine kommentierte Lesung. Sie betreffen Aufenthalte in Italien und Paris, Auseinandersetzung mit Cézanne, Picasso, die Erneuerung der Fassade des Hauses zum Ritter, sein Ringen um die eigene Ausdrucksform, aber auch Alltägliches oder eine Schifffahrt zur Reichenau. Lernen Sie Carl Roesch als scharfsinnigen Beobachter und bildhaften Erzähler kennen.

Montag 16. Dezember 2019, 14.30 Uhr:
Anna Heer (1863 –1918): 
Chirurgin, Unternehmerin, Pionierin der Krankenpflege

Montag 16. Dezember 2019, 14.30 Uhr

Anna Heer (1863 –1918): 
Chirurgin, Unternehmerin, Pionierin der Krankenpflege

Verena E. Müller, Historikerin und Publizistin, Zürich

Am ersten Schweizerischen Frauenkongress in Genf 1896 forderte die 33-jährige Ärztin Anna Heer (1863–1918) eine Reform der Pflegeausbildung. Dazu war ein eigenes Krankenhaus mit angeschlossener Unterrichtsstätte nötig. Nur fünf Jahre später öffnete in Zürich die «Schweizerische Pflegerinnenschule mit Spital» ihre Tore. In jener Zeit hatten Schweizerinnen keine politischen Rechte, Ehefrauen waren finanziell unmündig. Vor diesem Hintergrund war das Spital «von Frauen für Frauen» eine Sensation. Keine Vorkämpferin arbeitet im luftleeren Raum. Tatkräftig unterstützt wurde die erste Schweizer Chirurgin von zahllosen namenlosen Frauen des Schweizerischen Gemeinnützigen Frauenvereins, von ihrer Freundin Ida Schneider, der ersten Oberin der Pflegi, sowie von ihrem Pflegevater, Stadtrat Kaspar Grob. Das Spital existierte bis 1998.

Montag 6. Januar 2020, 14.30 Uhr:
Eine Zeitreise ins Mittelalter 1: Von der Boomstadt der Nellenburger bis zum Stadtausbau 
der Zähringer 1045−1218

Montag 6. Januar 2020, 14.30 Uhr

Eine Zeitreise ins Mittelalter 1: Von der Boomstadt der Nellenburger bis zum Stadtausbau 
der Zähringer 1045−1218

Kurt Bänteli, MAS, Vermittlung von Archäologie und Geschichte, Schaffhausen

Die Geschichte unserer fast tausendjährigen Stadt und ihrer Bauwerke präsentiert sich in einem neuen Licht, durch die archäologischen Ausgrabungen und Gebäudeuntersuchungen der letzten vier Jahrzehnte. Nun lässt sich die spannende Stadtgenese nachzeichnen mit dem Auf- und Ausbau der Stadtbefestigung, einer Stadtburg, drei Klöstern und den Wohnquartieren mit ihrer Infrastruktur. Der Kreuzhof des Klosters Allerheiligen ist ein Unikat in der gesamten Architekturgeschichte, in der Schweiz besitzen wir die älteste Stadtbefestigung, die älteste Wasserleitung und die ältesten Ziegel.

Eine noch nicht öffentliche, einzigartige Häuserdatenbank, welche die in den Schriftquellen zwischen 1250–1600 überlieferten Stadtbewohner in ihren 600 Häusern verortet, ermöglicht grosse und kleine Einblicke in die damalige Lebensgemeinschaft. Sie zeichnet ein 
realitätsnahes Bild des Zusammenlebens in unserer Stadt, das sich vom heutigen oft nur wenig unterscheidet, aber einen eindrücklichen Kontrast bildet zu dem verzerrten Bild eines finsteren Mittelalters das heute noch oft vermittelt wird. Tausende Schaffhauser, die keinen Eingang in die Geschichtsbücher gefunden haben, lassen sich durch diese Datenbank neu entdecken. Erstmals erhalten die bislang vielfach ignorierten Schaffhauserinnen ihren verdienten Platz in der mittelalterlichen Stadtgeschichte, und schliess
lich erscheinen die bekannten Personen unserer Geschichte oft in neuen Facetten.

Montag 13. Januar 2020, 14.30 Uhr:
Eine Zeitreise ins Mittelalter 2: Ritter und Handwerker, Barfüsser und Blütezeit 
der Benediktinerinnen 1218−1372

Montag 13. Januar 2020, 14.30 Uhr

Eine Zeitreise ins Mittelalter 2: Ritter und Handwerker, Barfüsser und Blütezeit 
der Benediktinerinnen 1218−1372

Kurt Bänteli, MAS, Vermittlung von Archäologie und Geschichte, Schaffhausen

Die Geschichte unserer fast tausendjährigen Stadt und ihrer Bauwerke präsentiert sich in einem neuen Licht, durch die archäologischen Ausgrabungen und Gebäudeuntersuchungen der letzten vier Jahrzehnte. Nun lässt sich die spannende Stadtgenese nachzeichnen mit dem Auf- und Ausbau der Stadtbefestigung, einer Stadtburg, drei Klöstern und den Wohnquartieren mit ihrer Infrastruktur. Der Kreuzhof des Klosters Allerheiligen ist ein Unikat in der gesamten Architekturgeschichte, in der Schweiz besitzen wir die älteste Stadtbefestigung, die älteste Wasserleitung und die ältesten Ziegel.

Eine noch nicht öffentliche, einzigartige Häuserdatenbank, welche die in den Schriftquellen zwischen 1250–1600 überlieferten Stadtbewohner in ihren 600 Häusern verortet, ermöglicht grosse und kleine Einblicke in die damalige Lebensgemeinschaft. Sie zeichnet ein 
realitätsnahes Bild des Zusammenlebens in unserer Stadt, das sich vom heutigen oft nur wenig unterscheidet, aber einen eindrücklichen Kontrast bildet zu dem verzerrten Bild eines finsteren Mittelalters das heute noch oft vermittelt wird. Tausende Schaffhauser, die keinen Eingang in die Geschichtsbücher gefunden haben, lassen sich durch diese Datenbank neu entdecken. Erstmals erhalten die bislang vielfach ignorierten Schaffhauserinnen ihren verdienten Platz in der mittelalterlichen Stadtgeschichte, und schliess
lich erscheinen die bekannten Personen unserer Geschichte oft in neuen Facetten.

Montag 20. Januar 2020, 14.30 Uhr:
Transformative Resilienz als Schlüssel zur Risikobewältigung

Montag 20. Januar 2020, 14.30 Uhr

Transformative Resilienz als Schlüssel zur Risikobewältigung

Prof. Dr. David N. Bresch, ETH Zürich und Meteo Schweiz

Der Begriff des Risikos erlaubt die Bewertung eines unsicheren Ergebnisses in Bezug auf Wahrscheinlichkeit und Schweregrad. Resilienz beschreibt die Fähigkeit zu überleben, sich erfolgreich anzupassen und zu gedeihen angesichts von Veränderungen und Ungewissheiten aufgrund von Störungen, ob sie durch anhaltenden Stress und / oder akute Ereignisse verursacht werden. Somit stellt Resilienz ein nützliches Konzept dar, um präventive und vorausschauende Ansätze im Umgang mit Risiken zu entwickeln. Anhand von Beispielen im Bereich Naturgefahren wird der Resilienzbegriff auf seine Tauglichkeit –
 auch im Kontext der Klimaanpassung – geprüft.

Montag 27. Januar 2020, 14.30 Uhr:
Internationale Kooperation, nationale Souveränität 
und Demokratie

Montag 27. Januar 2020, 14.30 Uhr

Internationale Kooperation, nationale Souveränität 
und Demokratie

Prof. Dr. Stefanie Walter, Internationale Beziehungen und politische Ökonomie, 
Institut für Politikwissenschaft, Universität Zürich

Die zunehmende enge internationale Kooperation von Staaten hat in den vergangenen Jahrzehnten Wohlstand und grenzüberscheitende Freiheiten für die Bürger geschaffen. Gleichzeitig limitieren internationale Organisationen und Verträge immer stärker den Handlungsspielraum der nationalen Politik, ein Umstand der in den vergangenen Jahren immer stärker in die Kritik geraten ist – Beispiele sind Bedenken bezüglich des Rahmenabkommens mit der EU, der Brexit oder der öffentliche Widerstand gegen neue Handelsabkommen wie TTIP. Dieser Vortrag zeigt auf, wie der Trade-Off zwischen den Vorteilen internationaler Kooperation und dem Wunsch nach nationaler, demokratischer Selbstbestimmung die aktuelle internationale Politik prägt.

Montag 10. Februar 2020, 14.30 Uhr:
Wie käuflich ist die Schweizer Politik?

Montag 10. Februar 2020, 14.30 Uhr

Wie käuflich ist die Schweizer Politik?

Martin Schläpfer, ehem. Leiter Direktion Wirtschaftspolitik beim Migros-Genossenschaftsbund, Journalist, Mitglied der Schweizerischen Public-Affairs-Gesellschaft, Bern

Der Ruf nach Transparenz in der Schweizer Politik wird lauter. In den Kantonen Schwyz und Freiburg sind Volksinitiativen angenommen worden, die verlangen, dass Parteispenden offengelegt werden. Auch national ist ein entsprechendes Volksbegehren hängig. Genauso wie die Parteienfinanzierung ist das politische Lobbying in der Schweiz nur marginal geregelt. Berufslobbyisten sind nicht akkreditiert, sondern sind von Ratsmitgliedern abhängig, die ihnen einen Zutrittsbadge verschaffen, was immer wieder zu Kritik führt. Eidgenössische Parlamentarierinnen und Parlamentarier verstehen sich oft als die besseren Lobbyisten und sind bei der Annahme von Mandaten wenig wählerisch. Gezielt werben Verbände und Firmen Ratsmitglieder an, nicht weil sie besonders kompetent 
sind, sondern in einer für sie relevanten Kommission sitzen. Im Gegensatz zu andern 
Ländern können hohe Beamte ohne Karenzfrist in der Privatwirtschaft oder bei 
Verbänden anheuern; auch jenen, mit denen sie in ihrer Funktion eng zusammengearbeitet haben. Ehemalige Bundesräte wechseln wiederum nahtlos in Verwaltungsräte von Firmen, ohne eine «Anstandsfrist» einzuhalten. Fazit: Die Schweiz hat beim Lobbying Nachholbedarf. Im Vergleich zu andern Ländern Europas ist sie lediglich Mittelmass; vorab bei der Transparenz schneidet sie schlecht ab, wie kürzlich eine Studie von Transparency International ergab.

Montag 17. Februar 2020, 14.30 Uhr:
Wertekultur der älteren Generation

Montag 17. Februar 2020, 14.30 Uhr

Wertekultur der älteren Generation

Prof. Dr. Helmut Bachmaier, Geisteswissenschaftliche Sektion, 
Universität Konstanz

Werte geben Orientierung in jeder Lebensphase. Sie können dazu beitragen, die Handlungs-Spielräume älterer Menschen zu festigen oder zu erweitern.
Wertentscheidungen sind im Horizont von zwei Grundsätzen zu sehen:
1. 
Im Alter sollte – aus gerontologischer Sicht – die Selbständigkeitsförderung durch 
Prävention und Lernen (Bildung) im Vordergrund stehen.
2. 
Im Sinne einer modernen Alterskultur ist von der lebenslang möglichen Förderung 
der Persönlichkeitsentwicklung auszugehen.

Werte sind subjektive Präferenzsysteme, die das Bevorzugungshandeln bestimmen. Dabei wird von «operativen» Werten, also von solchen, die von unserer Zuschreibung herrühren, und nicht von «Objektwerten» (die in den Dingen selbst liegen sollen) ausgegangen. Es ist ein erstrebenswertes Ziel oder das Begehren bzw. Bevorzugen eines Objektes, was den Wertebezug einer Entscheidung ausmacht.

Werte bedürfen einer Letzt- oder Begründungsbegründung wie z. B. in Religionen oder Weltanschauungen. Wenn sie nicht in einer sie tragenden Kultur verankert werden, bleiben sie beliebig und wirken bestenfalls appellativ.
Im Wertesystem des Alters treffen wir auf Werte wie: Sicherheit, Gesundheit, Selbständigkeit, Mobilität, Partizipation, Erfahrung, Verantwortung, Vertrauen, Respekt oder Wertschätzung. Der Vortrag behandelt die Begründungen von Werten und thematisiert die wichtigsten Werte der älteren Generation.

Denn ein ausgeprägtes Wertebewusstsein verhilft zu stabiler Urteilsfähigkeit und zu grosser Selbstsicherheit im Alter.


 

Montag 24. Februar 2020, 14.30 Uhr:
Wer ist Wolodymyr Selenski? Aktuelle Herausforderung 
in der Ukraine

Montag 24. Februar 2020, 14.30 Uhr

Wer ist Wolodymyr Selenski? Aktuelle Herausforderung 
in der Ukraine

Prof. Dr. Ulrich Schmid, Prorektor Aussenbeziehungen, 
Professor Kultur und Gesellschaft Russlands, Universität St. Gallen

Am 21. April 2019 wurde Wolodymyr Selenski mit 73% aller Stimmen zum neuen Präsidenten der Ukraine gewählt. Das sozialistisch anmutende Wahlergebnis verdankt sich eine bewusst konturlosen Kampage: Selenski hat sich inhaltlich kaum zu einzelnen Politikbereichen geäussert und nur erklärt, er wolle die Korruption und den Krieg im Donbass beenden. Selenskis Popularität beruht auf der Fernsehserie «Der Diener des Volks»: Ein Fahrrad fahrender Geschichtslehrer wird unversehens zum Präsidenten der Ukraine gewählt und regiert das Land mit gesundem Menschenverstand und Humor. Selenski wird sich in der Realität allerdings mit der regionalen Heterogenität des Landes, mit Oligarchen und mit der russischen Aggression auseinandersetzen müssen.

Montag 2. März 2020, 14:30 Uhr:
Wie sozial ist Social Media? «Memes», #Hashtags 
und die neue Medienwelt

Montag 2. März 2020, 14:30 Uhr

Wie sozial ist Social Media? «Memes», #Hashtags 
und die neue Medienwelt

Prof. Dr. Martin Zimper, Leiter Cast / Audiovisual Media, 
Zürcher Hochschule der Künste

Die «Gutenberg-Galaxie», in der über 400 Jahre hinweg gedruckte Medien die mediale Hauptrolle gespielt hatte, geht zu Ende. Das Zeitalter der Bildschirme hat begonnen. Noch nie war der Mensch von so vielen screen-basierten Kommunikationsgeräten umgeben. Visuelles und Audiovisuelles wird wichtiger als das gedruckte Wort. Mit dem Smartphone lebt jeder Einzelne wohl die erste weltweite Mensch-Maschine-Beziehung. Mit Social Media-Diensten wie Facebook, Instagram, WhatsApp und Twitter kann jede Person zum eigenen «Sender» werden. Micro-Influencer und Influencer beeinflussen Branchen und Trends. Sind sie heute wichtiger als Journalisten und klassische Medien? «Memes» sind die Street Art des Internets. Ein Tool für politische Bewegungen, aber auch für Populisten. «Memes» sind Agenten der Pop-Kultur, von Protest und Propaganda. Foto-Remixes, Selfies, YouTube Songs und #Hashtags erzeugen Emotionen, erzählen online Geschichten und formen eine Kultur des digitalen öffentlichen Raums. Die Vorlesung geht auf die Unterschiede zwischen klassischen und sozialen Medien ein, beschreibt das geänderte Mediennutzungsverhalten und verweist durchaus tröstlich auf die härteste Währung in sozialen Netzwerken: 
die persönliche Bindung zwischen Menschen, die einander vertrauen.

Montag 9. März 2020, 14:30 Uhr:
Pflanzenschutzmittel: Wie weiter in der Agrarpolitik?

Montag 9. März 2020, 14:30 Uhr

Pflanzenschutzmittel: Wie weiter in der Agrarpolitik?

Prof. Dr. Robert Finger, Agrarpolitik und Agrarökonomie, ETH Zürich

Pflanzenschutz ist essentiell für die Produktion von Nahrungsmitteln in hoher Qualität und Menge, ohne Pflanzenschutz kommt unser Ernährungssystem nicht aus. Andererseits bergen gerade Pflanzenschutzmittel unbestrittene Risiken für Mensch und Umwelt. Pflanzenschutzmittel stehen deshalb im Zentrum aktueller Diskussionen: wichtige Mittel wie Neonikotinoide wurden bereits verboten, Debatten um ein Verbot des Herbizids Glyphosat halten an; die Abstimmungen zur ‹Initiative für sauberes Trinkwasser› und zur Initiative ‹Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide› stehen vor der Tür. Was sind gute Politmassnahmen? Können wir die Risiken des Pflanzenschutzmitteleinsatzes senken ohne die landwirtschaftliche Produktion zu beinträchtigen? Welche Rolle spielen Konsument und Handel? Wie steht die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern? Der Vortrag gibt einen Ein- und Überblick zum Thema Pflanzenschutzmitteln und präsentiert und diskutiert aktuelle Politikpositionen. Des Weiteren werden Wege aufgezeigt, Risiken des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zu reduzieren, ohne die Leistungen des Sektors zu gefährden.

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Montag 16. März 2020, 14:30 Uhr:
Körper, Geist und Seele in Zeiten des Klimawandels

Montag 16. März 2020, 14:30 Uhr

Körper, Geist und Seele in Zeiten des Klimawandels

Prof. Dr. Brigitte Stemmer, kognitive Neurowissenschaften und Pragmatik, 
Université de Montreal, Canada

CO2 Belastung, Luftverschmutzung, Feinstaub, extreme Wetterkapriolen, 
globale Erwärmung, Treibhauseffekt – der Klimawandel ist in aller Munde.
Aus wissenschaftlicher Perspektive besteht kein Zweifel, dass der Mensch zum Klimawandel entscheidend beiträgt. Klimawandel kann für unsere Erde und das Leben auf der Erde eine Gefahr darstellen. Klimaveränderungen können sich negativ auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Besonders vulnerabel sind Kinder, Kranke und alte Menschen, beispielsweise im Sinne nicht-übertragbarer Erkrankungen (hervorgerufen durch UV-Strahlung, Allergene, Feinstaub) und übertragbarer Erkrankungen (hervorgerufen durch Tiere, Lebensmittel, Wasser). Der Klimawandel wird nicht nur mit Erkrankungen von körperlichen Funktionen (Lunge, Herz, Kreislauf, Stoffwechsel usw.) in Zusammenhang gebracht, sondern kann sich auch auf das Gehirn auswirken, was wiederum zu geistig-kognitiven und seelischen Beeinträchtigungen führen kann.

Montag 23. März 2020 14.30 Uhr:
Grossgeräte-Diagnostik beim Hochbetagten:
 Sinnlose Quälerei oder entscheidender Schlüssel?

Montag 23. März 2020 14.30 Uhr

Grossgeräte-Diagnostik beim Hochbetagten:
 Sinnlose Quälerei oder entscheidender Schlüssel?

Dr. med. Stefan Seidel, Chefarzt Radiologie und Nuklearmedizin, 
Spitäler Schaffhausen

Die Menschheit wird heute immer älter und mit diesem Älterwerden steigt naturgemäss das Risiko für banale, bedrohliche und auch nur potenziell bedrohliche Erkrankungen, die teils auch vom eigentlich natürlichen Prozess des Alterns nur schwer zu unterscheiden sind. Wie geht die Medizin in der heutigen Welt mit diesen Prozessen um? Heisst es eher warten oder kann es ein Vorteil sein, möglichst früh durch modernste Diagnostik umfassende Informationen zu sammeln?

Im Vortrag werden die unterschiedlichen diagnostischen Ansätze unter besonderer Berücksichtigung der radiologischen Grossgeräte (MRI/CT/PET-CT) aufgezeigt und erklärt und an plastischen Beispielen gezeigt, welche Möglichkeiten, aber auch welche Risiken für ein hochbetagtes Patientengut bestehen. Ein diagnostischer Algorithmus wird aufgezeigt, 
unter welchen Bedingungen ein Einatz grosser apparativer Diagnostik durchaus sinnvoll sein kann, um insbesondere den Patienten und ihren Angehörigen die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt und möglichst autonom den weiteren Lebensweg zu gestalten.

Montag 30. März 2020 14.30 Uhr:
Das Huhn – verehrt und verzehrt

Montag 30. März 2020 14.30 Uhr

Das Huhn – verehrt und verzehrt

Dr. sc. nat. ETH, Urs Weibel, Stv. Direktor Museum zu Allerheiligen und Kurator Natur und Museum Stemmler, Schaffhausen

Hühner sind mehr als Frühstücksei, Pouletbrust und Gegacker. Wir Menschen teilen mit ihm eine mehrere Tausend Jahre lange gemeinsame Geschichte. Ihren Ursprung nahm sie in Asien, wo noch heute die Stammform als Wildvogel im Dschungel lebt. Das Haushuhn breitete sich rasch über die ganze Welt aus. In den meisten Kulturen besass das Huhn aber nicht nur eine Nutzfunktion sondern auch eine kulturelle Bedeutung. Erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts wurde aus dem Haushuhn ein hochgezüchtetes Massenprodukt. 
Je zahlreicher es wurde, desto unsichtbarer wurde es.

Begleitend zur grossen Hühner-Sonderausstellung (31. März bis 27. Sept. 2020 im 
Museum zu Allerheiligen) beleuchtet Kurator Dr. Urs Weibel die verschiedenen biologischen und kulturhistorischen Aspekte des Zusammenlebens von Huhn und Mensch.

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Schaffhausen
Vorstadt 54
CH-8200 Schaffhausen
T +41 79 772 46 18
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Veranstaltungsort:

Park Casino Schaffhausen
Steigstrasse 26
CH-8200 Schaffhausen


Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus 3, 4 oder 6 ab Bahnhof Richtung Breite, 1. Haltestelle «Promenade»

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